Franchise Tags – Die erste Phase beginnt!

Kaum ist der Super Bowl vorbei, müssen die Teams schon mit der Planung der neuen Saison beginnen. Und dazu haben sie seit dem 20. Februar mit der Vergabe eines Franchise Tags das Recht. Bis zum 06. März (vor 16:00 New York Zeit) haben die Teams die Möglichkeit einen Spieler ihres Kaders mit einem “Tag” (bitte englisch aussprechen) zu belegen. Dabei haben sie die Wahl zwischen einem “exklusiven Franchise Tag”, “nicht-exklusiven Franchise Tag”, oder einem “Transition Tag”. Nur was bedeutet das genau? Gar nicht so schwer zu verstehen!

Ein Spieler dessen Vertrag ausläuft wird zu einem sog. “Free Agent”. Zu deutsch also vereinslos.  Und genau diese Spieler betrifft es.


Was ist ein “exklusiver Franchise Tag”?

Bevor ein Spieler “Free Agent” wird und somit frei mit anderen Teams verhandeln darf, kann ein Team diese Verhandlungen unterbinden. Der Spieler darf in diesem Fall nicht mit anderen Teams in Verhandlungen treten. Sein aktueller Verein bindet ihn für ein Jahr an sein aktuelles Team. Allerdings muss seine Franchise dafür auch gewisse Bedingungen erfüllen. Ihm muss für dieses Jahr ein garantiertes Gehalt gezahlt werden. Dafür muss eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt sein:

1. Sein Gehalt entspricht mindestens dem Durchschnitt der 5 bestbezahlten Spieler die auf seiner Position spielen im aktuellen Jahr

oder

2. sein Gehalt entspricht mindestens 120% seines vorherigen Jahresgehalts.

Allerdings darf sich sein Verein nicht für eine der beiden Varianten entscheiden, sondern muss das jeweils höhere Gehalt als Angebot unterbreiten.

Was ist ein “non-exklusiver Franchise Tag”?

Die Länge und Gehaltsgestaltung entsprechen der des “Franchise Tag”. Im Gegensatz zum “exklusiven Franchise Tag” darf der Spieler mit anderen Teams verhandeln um eventuell ein besseres Angebot zu bekommen. Sollte dies der Fall sein, so hat sein aktueller Verein das Recht, ihm ein gleichwertiges Angebot zu unterbreiten. Ist das Angebot jedoch nicht gleichwertig und somit der Spieler nicht mehr für den aktuellen Verein tätig, so erhält sein vorheriger Arbeitgeber 2 Erstrunden-Draftpicks als Ausgleich.

Was ist ein "Transition Tag"?

Dieser “Tag” wird eher selten genutzt. Dem Spieler muss ein Gehalt von mindestens dem Durchschnitt der 10 bestbezahlten Spieler seiner Position oder 120% seines vorherigen Jahresgehalts gezahlt werden. Der höhere Vertrag muss unterbreitet werden. Andere Vereine haben das Recht mit diesem Spieler zu verhandeln. Bei einem besseren Angebot hat sein aktueller Arbeitgeber die Möglichkeit binnen 7 Tagen ein gleichwertiges Angebot abzugeben.

Sollte dies der Fall sein, so bleibt er bei seinem aktuellen Team andernfalls wird er wechseln. Hierbei gibt es allerdings keine Draftpicks.

Wie ihr seht müssen hier schon wichtige Entscheidungen getroffen werden. Die “Tags” sollen den Teams eine gewisse Planungssicherheit geben, indem sie wichtige Spieler nicht verlieren oder nicht ohne Gegenleistung verlieren.


Aktuelle Schlüsselspieler die das betreffen könnte sind z. B.:

Le´Veon Bell, Running Back der Pittsburgh Steelers;

Jarvis Landry, Wide Receiver der Miami Dolphins;

Drew Brees, Quarterback der New Orleans Saints wird zwar Free Agent, darf aus Vertragsgründen aber kein Tag erhalten.

Wir sind gespannt, was in dieser frühen Phase schon passiert.

Eure Footballboten